STUDIOGALERIE


SIMONE ZEIDLER
Acryl auf Nessel
10. 5. 2019 bis 1. 5. 2020




"Überraschend, wie relativ bescheidene Formate dieser Farbkörper so enorme Weite
vermitteln! Das sind keine Tafelbilder, sondern es ist realisierte Klangwelt – übers Auge ins
Zentrum treffend gleich Musik ..."
Heiner Protzmann, 2013

Es ist etwas Tolles was da passiert. Die Bilder entstehen, indem ich mich auf die Musik
konzentriere und jeweils dem Vorherigen etwas hinzufüge. Ich arbeite solange, bis ich
das Gefühl habe, das Bild ist da. Dabei ist nie von vornherein klar, was entsteht.
Simone Zeidler, 1992

Simone Zeidler, 1963 – 2014
Simone Zeidler studierte Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB)
Leipzig bei Dietrich Burger und Arno Rink. In Moskau und Nowgorod absolvierte sie eine
Ausbildung in Ikonenmalerei und Wandmalerei. Seit Ende der Achtziger Jahre arbeitete sie
mit Musikern und Ensembles für Neue Musik und realisierte genreübergreifende Projekte.
(u. a. "...Über Etwas, 1996", "Seismos, 1997", "Episode X, 2008") In den Werkstätten der
Firma Alape/Goslar entwickelte sie eine besondere, ihr eigene Art großformatige Bilder in
Email zu arbeiten. Neben einer vielfältigen Ausstellungstätigkeit war, seit Mitte der
Neunziger Jahre, das Gestalten von privaten und öffentlichen Räumen ein Schwerpunkt
ihrer Arbeit. (u. a. Charite Campus Virchow Klinikum Berlin, Haus der Kunst, Sekem/Kairo,
Universität Leipzig, Institut für Biochemie, Psychologie und Pharmazie, Bioz Dresden,
Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft)





GESCHICHTE UND NUTZUNG – STUDIOGALERIE

Der Reiz dieser Galerie resultiert einerseits aus ihrer landschaftlich idyllischen Lage, abseits der frequentierten Kulturmetropolen, und zum anderen von ihrer Einbindung in die historische
Architektur des Vierseithofes. Die Galerie öffnete 1993 nach Abschluß einer langen Rekonstuktions- und Umnutzungsphase (seit 1976) in der ehemaligen Stampflehmscheune (erbaut 1730) im Kaditzscher Vierseithof ihre Pforten für den regelmäßigen Ausstellungsbetrieb. Neben seiner Funktion als Ausstellungs- und Veranstaltungsraum dient der Galerieraum gleichzeitig als Tonaufnahmeraum für Kammer- und Orchestermusik.